Katharina fragt: Was machen eigentlich Banken?

Katharina fragt: Was machen eigentlich Banken?

Kinder fragen die Erwachsenen Löcher in den Bauch. Und das ist auch gut so. Auch meine Tochter. Hin und wieder kommen die fragen aus der Finanzszene. Hier blogge ich nun hin und wieder die Rubrik: “Katharina fragt“.

Wenn man der Generation Golf angehört, sitzt man um 20:00 Uhr vor der Tagesschau. Wenn man als Kind den Zeitpunkt der Nachtruhe nach hinten schieben will, setzt man sich dazu. Da es in der letzten Zeit auch in der Tagesschau nicht mehr ohne das Thema Banken geht, bleibt die Frage nach Banken nicht aus.

Also Katharina, zu erklären was Banken heute so alles machen, würde diesen Artikel sprengen. Das können wir in der nächsten Zeit mal hier und da ergänzen. Aber ich erkläre Dir mal die Grundidee einer Bank.

Banken verleihen Geld an Menschen und Firmen, die etwas kaufen wollen, aber nicht das nötige Kleingeld haben. Das nennt man das Kredit. Kommt übrigens aus dem Lateinischen von credere, Vertauen schenken. Die Kreditnehmer zahlen dann diesen Kredit regelmäßig zurück und legen noch einen Zins obendrauf. Die Bank verdient also für das Verleihen den Zins.

Da eine Bank aber gar nicht so viel eigenes Geld hat, muss sie sich das Geld vorher von anderen Menschen, die keinen Kredit brauchen, sondern Geld zum Anlegen haben ausborgen.

Diese Leute wollen aber auch einen Zins von der Bank haben.

Also gibt die Bank den Kunden, die der Bank Geld leihen regelmäßig einen Zins. Wenn die Bank bis hier alles richtig gemacht hat, dann ist der Zins für das Ausleihen von Geld an Kunden der Bank kleiner als für das Annehmen von Geld.

Die Differenz ist das Geld was die Bank verdient.

Was die Bank jetzt noch organisieren muss, ist das Problem, dass die Kredite nicht alle genau so lange zurückgezahlt werden, wie die anderen Kunden ihr Geld anlegen wollen. Daher braucht eine Bank viele Kunden die Geld anlegen und viele Kunden, die einen Kredit brauchen.

 

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